
Der große UNISCENE Stadtteil-CheckWo Du wohnst, ist wie Du bist! Auch Studenten können beim Thema Wohnort schrecklich oberflächlich sein. Bei der Wohnungssuche solltest Du neben dem Preis also noch viele weitere Faktoren beachten. Wir zeigen Dir, welche Stadtteile Top und welche Flop sind.

Ruhig und gemütlich mit Naherholungsgebiet
Winterhude klingt nach tollen Altbauwohnungen und hohen Mietpreisen. Leider ist das kein Vorurteil, sondern die harte Realität.
„Wer als Student unbedingt nach Winterhude ziehen will, braucht sicher lange, bis er eine bezahlbare Wohnung findet“, meint Germanistik-Studentin Frida, die ihre Wohnung über eBay Kleinanzeigen gefunden hat. Sie hatte auch in anderen Stadtteilen gesucht, ist jetzt aber froh, in Winterhude gelandet zu sein. Der größte Vorteil: Stadtparknähe! Fazit: Günstiges Wohnen in Winterhude ist wie ein Lottogewinn, aber leider fast genauso unwahrscheinlich!
Durchschnittlicher Mietpreis: 11-12 €/qm
Entfernung zur City: ab U Hudtwalckerstraße 16 Minuten
Trendlocations: Club du Nord (Mühlenkamp 43-45, W: dunord.sh-soundpool.de), Café Leinpfad (Leinpfad/Hudtwalckerstr., W: cafe-leinpfad.de)
Geheimwaffe: hübsche Cafés und Hamburgs große grüne Oase
Schwachstelle: für den „Pöbel“ leider kaum zu bezahlen
Studententauglichkeit: 3 von 5 Sternen

Irgendwo zwischen Szene und Schnösel
Altona stand lange für alternative Ideen abseits des Mainstreams. Das klingt nach einem der letzten echten Rückzugsorte für all die Kreativen und Querdenker da draußen. Doch ist das überhaupt noch so oder hat sich der Stadtteil nicht schon längst der Masse angepasst? Ulrike (21) findet das nicht. Für sie bedeutet Altona vor allem eines: Vielfalt.
Durchschnittlicher Mietpreis: 9-11 €/qm
Entfernung zur City: ab Bhf. Altona ca. 10 Minuten
Trendlocations: Astra-Stube (Max-Brauer-Allee 200, W: astra-stube.de), Waagenbau (Max Brauer Allee 204, W: waagenbau.com)
Geheimwaffe: In Altona ist Multikulti heute so lebendig wie eh und je!
Schwachstelle: Will man hier eine Wohnung finden, braucht man viel Geduld und noch mehr Glück.
Studententauglichkeit: 4 von 5 Sternen

Das ungeliebte Stiefkind zeigt, was in ihm steckt
Viele Stadtteile südlich der Elbe haben nicht den besten Ruf. Harburg ist eines dieser schwarzen Schafe. Unbewusst und durch kursierende Vorurteile haben wir Bilder von kriminellen Banden, unattraktiven Hochhäusern und zwielichtigen Straßenecken im Kopf.
Ist das überhaupt berechtigt? Student Masi lebt seit 5 Jahren in einem Studentenwohnheim in Harburg und fühlt sich wohl. Von der angeblich hohen Kriminalität bekommt er nichts mit. „Schade, dass Harburg einen schlechten Ruf hat. So schlimm ist es gar nicht und wegen der TU ziehen auch immer mehr Studenten her“, so der 27-Jährige. Ein Paradies für Partynächte ist Harburg nicht, aber dafür gibt es ja St. Pauli. Harburg kann immerhin mit dem riesigen Shopping-Komplex „Phoenix Center“ und mit den Resten des Harburger Schlosses punkten.
Fazit: Harburg ist vielleicht nicht Hamburgs schönste Gegend, aber wer weiß, vielleicht werden wir Studenten die Gangstahood schon bald zum Szeneviertel machen?
Durchschnittlicher Mietpreis: 7-9 €/qm
Entfernung zur City: ab S Harburg ca. 14 Minuten
Trendlocations: Bolero (Neue Str. 24, W: harburg.bolerobar.de), The Old Dubliner (Neue Str. 58, W: olddubliner.de)
Geheimwaffe: bezahlbare Mieten und die Elite-Ingenieure von Morgen
Schwachstelle: der schlechte Ruf, mit dem Harburg nach wie vor zu kämpfen hat
Studententauglichkeit: 3 von 5 Sternen

Vom Proletenquartier zum neuen Studentenviertel?
Barmbek ist im Wandel. Bezahlbare Mieten und eine hervorragende Verkehrsanbindung bringen immer mehr junge Menschen und besonders Studenten in den Stadtteil. Im August hat Barmbek allerdings mit einer Schießerei für Aufruhr gesorgt. Natürlich gehört so ein Ereignis aber nicht zur Tagesordnung und hätte überall passieren können. Das findet auch BWL-Studentin Laura, die gerne im aufregenden Barmbek lebt: „Viele meiner Freunde wohnen in meiner Nähe. Wir gehen gerne zu diesen kleinen Türkengriechen in der Fuhle.“ Was Laura meint, sind die vielen gemütlichen Bars, Restaurants und Kneipen, die sich in der Fuhlsbüttler Straße tummeln. Besonders durch den Studentenzuwachs ist in Barmbek immer was los!
Durchschnittlicher Mietpreis: 9-10 €/qm
Entfernung zur City: ab U S Barmbek ca. 12 Minuten
Trendlocations: Café Oktober (Wiesendamm 10, W: cafeoktober.de), Big Easy (Fuhlsbüttler Straße 113, W: restaurant-bigeasy.de), Backatelle (Fuhlsbüttler Str. 138, W: backatelle.com)
Geheimwaffe: Türkengriechen und natürlich Lotto King Karl mit seinen Barmbek Dream Boys
Schwachstelle: Ghettogangster, denen man besser nicht auf den Schlips tritt!
Studententauglichkeit: 5 von 5 Sternen

Erwachsen geworden, aber im Herzen immer ein Rebell!
Wer an einem der so selten gewordenen Sommertage durch Eimsbüttel läuft, dem springen sie fast ins Auge: Grünflächen und Straßencafés überall. Wer sich vom Unistress entspannen möchte, der ist hier richtig. Doch was ist mit dem Studenten, der abends auch gern mal ein bis zwei Bierchen über den Durst trinken möchte? Lehramtsstudent Sebastian (25) meint: „Ich bin in der Freizeit eher woanders, in die Schanze ist es ja nicht weit.“ Allerdings gibt er zu, dass man durchaus auch in Eimsbüttel in der berühmt-berüchtigten Osterstraße gut weggehen kann, denn hier finden sich einige sehr nette Bars und Kneipen.
Fazit: Von teuer bis günstig, von erzkonservativ und spießig bis hin zu überraschend alternativ – Eimsbüttel ist alles gleichzeitig. Vielleicht keine Hochburg für Feierwütige, aber dennoch erstaunlich lässig.
Durchschnittlicher Mietpreis: 9-12 €/qm
Entfernung zur City: ab U Osterstraße ca. 17 Minuten
Trendlocations: Villa im Park (Else-Rauch-Platz, W: villa-im-park.de),
Café May (Lappenbergsallee 30, W: may-cafebar.de), Boltenhagen (Lappenbergsallee 46)
Geheimwaffe: In wenigen Minuten in die Schanze und zur Erholung zurück.
Schwachstelle: Kinderwagenalarm und Babygeschrei gehören hier einfach dazu.
Studententauglichkeit: 4 von 5 Sternen

Reich und Schön: Hier residiert die High-Society
Wer angeben will, zieht nach Eppendorf. Als einer der schönsten Stadtteile, ist hier „Schicki-Micki“ an der Tagesordnung. Egal, ob in Edelboutiquen oder in trendigen Restaurants: das Motto lautet „Sehen und Gesehen werden“. Die ganze Schnöselei kann den Maschinenbau-Studenten Fabian (23) nicht beeindrucken. Seine Eltern zahlen zwar die Miete, aber er selbst schätzt die einfachen Dinge des Lebens. „Wenn meine Kollegen und ich bei mir FIFA oder Wrestling zocken, holen wir uns bei der Tanke Ben & Jerrys Eis.“ Auch für den Alkoholbedarf ist die Tanke von gegenüber die erste Anlaufstelle. Wie schön, dass es noch Normalsterbliche zwischen den Deppendorfern gibt!
Durchschnittlicher Mietpreis: 12-14 €/qm
Entfernung zur City: ab U Eppendorfer Baum ca. 15 Minuten
Trendlocations: Neo (Martinistr. 11, W: neogastro.de), Café Borchers (Geschwister-Scholl-Str. 1-3, W:borchers-hamburg.de),
Geheimwaffe: Shoppingparadies und In-Locations
Schwachstelle: Der Eppendorfer Lifestyle kann nur mit dem nötigen Kleingeld genossen werden!
Studententauglichkeit: 2 von 5 Sternen

Hamburgs Bronx auf dem Vormarsch
Wilhelmsburg hat – ganz ähnlich wie Harburg – keinen besonders guten Ruf. Man denkt eher an Hochhäuser, eine hohe Arbeitslosenquote und an ständigen Ärger mit Kleinkriminellen. Andererseits weiß man auch, dass die Stadt seit längerem versucht, uns Studenten vor allem ins Reiherstiegviertel zu locken. Ob sie damit Erfolg hat und Wilhelmsburg sich langsam zur studentischen Hochburg mausert, ist eine andere Frage. Ist was dran an den Gerüchten über „die neue Schanze“? Die Studentin Signe (21) meint jedenfalls: „In den eineinhalb Jahren, die ich schon in Wilhelmsburg wohne, hat sich einiges verändert. Mittlerweile kann man hier sehr gut weggehen.“
So haben in den letzten Jahren viele neue Kneipen eröffnet, ein Wochenende ohne mindestens eine Party ist selten geworden. Seltsam, das klingt alles so gar nicht nach „Ghetto“.
Fazit: Szeneviertel ist zwar noch zu viel gesagt, aber Wilhelmsburg scheint sich langsam zu entwickeln. Mehr noch: Vom Stillstand scheint sich der Stadtteil längst verabschiedet zu haben.
Durchschnittlicher Mietpreis: 6-9 €/qm
Entfernung zur City: ab S Wilhelmsburg ca. 10 Minuten
Trendlocations: Wunder-Bar (Fährstr. 62, W: meikes-wunder-bar.de), Sweet Home Café (Fährstr. 56, W: sweethomecafe.de), Soulkitchen Halle (Industriestraße 101, W: soulkitchenhalle.de)
Geheimwaffe: Lange Parkplatzsuche adé – in Wilhelmsburg gibt’s genug für alle.
Schwachstelle: Es kann hier schon öfters passieren, dass man von Sirenengeheul geweckt wird
Studententauglichkeit: 3 von 5 Sternen

Das Labyrinth an der Elbe
Von verwinkelten Gassen bis hin zu lebendigen Straßen: Ottensen ist alles, nur nicht übersichtlich. Ohne Stadtplan fühlt man sich schnell so verloren wie Alice im Wunderland. Doch wenn man sich erst einmal zurechtgefunden hat, gibt es hier eine Menge zu entdecken. Das meint auch Geographie-Student Roman (27): „Für Studenten ist hier echt viel los, es gibt viele kleine Kneipen und gute Einkaufsmöglichkeiten.“ Während diverse Cafés zum Verweilen einladen, lässt auch das Nachtleben wenig zu wünschen übrig. Neben den unzähligen Bars und Kneipen bieten auch die zeise Kinos nicht nur Filmfreaks einige spannende Events.
Fazit: Ottensen ist wie ein Überraschungsei, man weiß nie, was man bekommt.
Durchschnittlicher Mietpreis: 9-11 €/qm
Entfernung zur City: ab Bahnhof Altona ca. 10 Minuten
Trendlocations: Blaues Barhaus (Große Brunnenstraße 55, W: blaues-barhaus.de), Aurel (Bahrenfelder Straße 157)
Geheimwaffe: Schanzenstyle.
Schwachstelle: Nur mit Stadtplan zu genießen!
Studententauglichkeit: 4 von 5 Sternen

Klassisch schmuddelig oder klassisch überschätzt?
Von Seefahrermythen bis hin zu Rotlichtstreitereien – willkommen in dem Stadtteil, der niemals schläft: St. Pauli. Hier befindet sich Hamburgs berühmteste Partymeile, die berüchtigte Reeperbahn. Aber auch das Tor zur Welt, der Hafen, ist direkt um die Ecke. Selbst Fußballfans kommen auf ihre Kosten, denn zum Stadion des FC St. Pauli ist es nur ein Katzensprung. Wer hier wohnt, der scheint das Glück gepachtet zu haben. Doch spätestens jetzt muss man sich doch fragen, was denn der Haken an der Sache ist. Warum wohnen denn dann nicht alle auf St. Pauli?
Ach ja, richtig, da war ja noch die Sache mit der Wohnungssuche. Denn diese gestaltet sich hier leider dann doch nicht ganz so einfach. Das hat auch Jura-Studentin Vanessa (23) erfahren: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich wirklich etwas auf St. Pauli finde, da hatte ich schon sehr viel Glück.“ Aber bevor jetzt wieder alle traurig sind: St. Pauli hat auch seine schlechten Seiten. Denn wer keine Junggesellenabschiede mehr sehen kann und von Sirenengeheul und überlauten Partynächten auch in der Woche die Nase voll hat, hat hier leider wenige Fluchtmöglichkeiten. Gut, abgesehen vielleicht davon, dass es zu Planten un Blomen nur ein kurzer Fußmarsch ist…
Fazit: St. Pauli bietet alles, was das studentische Herz begehrt. Aber eben auch vieles, was eher weniger gefällt – angefangen bei zum Teil horrenden Mieten und hin zu manchmal absolut unlustigem Partyvolk direkt vor der Haustür.
Durchschnittlicher Mietpreis: 9-11 €/qm
Entfernung zur City: ab S Reeperbahn ca. 10 Minuten
Trendlocations: Reeperbahn, Hamburger Berg, Große Freiheit sowie sämtliche Nebenstraßen – einfach betreten, entdecken und glücklich sein!
Geheimwaffe: Man muss den Stadtteil eigentlich nur verlassen, um zur Uni zu fahren, ansonsten hat man alles direkt vor der Tür!
Schwachstelle: Am Wochenende steigt die Gefahr, von Junggesellenabschieden traumatisiert zu werden, rapide an.
Studententauglichkeit: 5 von 5 Sternen

Barmbek
Eines ist klar: Barmbek ist nicht besonders edel. Aber ist das für Studenten überhaupt wichtig? Was uns wirklich glücklich macht sind ein kurzer Weg zur Uni, ein paar gemütliche Bars und vor allem bezahlbare Mieten. Das alles hat Barmbek zu bieten!
Text: Michelle Ostwald & Katja Müller
Fotos: istockphoto.com, mediaserver.hamburg.de/R.Hegeler Katja Müller, Michelle Ostwald
LINKS ZUM THEMA
>www.uniscene.de
ttttttt (16.03.2013 05:56 Uhr)
zdlfvn payday loan 1649 zdlfvn payday loan 1649 zdlfvn payday loan 1649 payday loans 4033 pay day loans 8493
Wind (06.10.2012 06:21 Uhr)















