
Wie sozial ist das junge Hamburg? 1/6UNISCENE fragt: Wie sozial sind wir?
Soziales Engagement steht laut der brandneuen Shell-Jugendstudie bei jungen Menschen hoch im Kurs. Die UNISCENE stellt ehrenamtliche Helfer in Hamburg vor und erklärt, warum "anderen zu helfen“ so wichtig für unsere Gesellschaft ist.

Sozial sein heißt auch zusammenhalten.
Foto: Zanettini
Als im April des vergangenen Jahres der Vorstand ging, erklärte sie sich sofort dazu bereit, selbst als Vorstandsmitglied in der Elterninitiative aktiv zu werden. Seitdem hat die Hamburger Studentin ein volles Tagespensum. Neben der Betreuung ihres Kindes und dem Lernen fürs Studium muss sie wöchentlich rund acht Stunden für die Unieltern aufbringen. Ihre Aufgaben reichen von der Finanzbuchhaltung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und der Beratung junger Eltern. „Natürlich ist es schwer, gleichzeitig Mutter, Studentin und Vorstandsmitglied zu sein“, gesteht sie. „Doch diese Initiative ist es mir wert, auf einen Großteil meiner Freizeit zu verzichten.“

Unicef Hochschulgruppe backt Waffeln für den guten Zweck
Foto: Unicef Hochschulgruppe
Sozial engagierte Studenten sind keine Seltenheit. Der beste Beweis sind die vielen studentischen Initiativen, wie zum Beispiel die Uni-Behindertenhilfsangebote, die evangelische Studierendengemeinde oder das Beratungsangebot des Piasta Netzwerks für ausländische Studierende. Aus der aktuellen Shell Jugendstudie 2010 geht hervor, dass derzeit wieder besonders viele junge Menschen zu einem sozialen Engagement bereit sind. 2.500 Personen zwischen 16- und 25 Jahren wurden nach ihren Ansichten und Werten befragt. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Anzahl der sozial engagierten jungen Menschen leicht gestiegen: 39 Prozent der Befragten setzen sich häufig für soziale und gesellschaftliche Zwecke ein. Auffällig sind die sozialen Unterschiede. Laut Ulrich Schneekloth von der TNS Infratest Sozialforschung in München, der zu den Autoren der Shell-Jugendstudie gehört, sind Aktivität und Engagement bildungs- und schichtabhängig. „Je gebildeter und privilegierter die jungen Menschen sind, desto häufiger sind sie im Alltag aktiv für einen guten Zweck“, so Schneekloth. Das beweisen auch die Zahlen: Laut der Shell-Jugendstudie sind 43 Prozent der Abiturienten oder Fachabiturienten häufig sozial aktiv, 38 Prozent der Realschulabsolventen, aber nur 31 Prozent der Hauptschulabsolventen. In der sogenannten Oberschicht sind 50 Prozent, aus unteren Gesellschaftsschichten nur und nur 22 Prozent sozial aktiv. Hamburg gilt als Hochburg für soziale Projekte. Speziell hier gibt es unzählige Beispiele dafür, welch ausgeprägtes soziales Engagement besonders in kreativen und gebildeten Menschen steckt.
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Leser-Kommentare (5)
Henrietta (08.10.2012 06:26 Uhr)Ihre Überschrift
Mattingly (07.10.2012 19:52 Uhr)Ihre Überschrift
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Bobbe (06.10.2012 21:10 Uhr)Ihre Überschrift
Jobeth (06.10.2012 02:33 Uhr)Ihre Überschrift
Vina (05.10.2012 03:18 Uhr)Ihre Überschrift
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